Sachsen steht vor einer großen Chance: Mit der geplanten Zukunftsstiftung könnte ein wirkungsvolles Instrument entstehen, um die wirtschaftliche Entwicklung des Freistaats nachhaltig zu stärken. Ein aktuelles Gutachten des ifo Instituts, erstellt von Prof. Dr. Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der ifo Niederlassung Dresden, attestiert der Idee nicht nur Realisierbarkeit, sondern auch erhebliches Potenzial. Nun liegt der Ball bei der Politik: Gefordert ist der klare Wille, dieses langfristige Finanzierungsinstrument auf den Weg zu bringen.
Wirtschaft unter Druck: Sachsen braucht Impulse
Die wirtschaftliche Ausgangslage ist ernüchternd: Das reale Bruttoinlandsprodukt Sachsens stagniert seit 2019, die Industrieproduktion liegt seit 2017 nahezu auf demselben Niveau. Zudem liegt das BIP je Erwerbstätigem fast 20 Prozent unter dem westdeutschen Durchschnitt – ein deutlicher Hinweis auf strukturellen Nachholbedarf. Die kleinteilige Struktur der sächsischen Industrie erschwert Investitionen und Innovationen zusätzlich: Nur knapp 30 Prozent aller Beschäftigten arbeiten in Betrieben mit mehr als 250 Beschäftigten.
Zukunftsstiftung als Antwort auf strukturelle Schwächen
Genau hier setzt die Idee der Zukunftsstiftung an. Sie soll helfen, die Produktivität der Unternehmen zu steigern, die Innovationskraft zu fördern und internationale Märkte zu erschließen. Das Gutachten von Prof. Ragnitz zeigt, dass eine Stiftung langfristig und unabhängig von Legislaturperioden agieren kann. Das macht sie zu einem wichtigen Baustein für eine wirtschaftspolitische Strategie, die auf Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit setzt.
Breite Unterstützung aus der Wirtschaft
Die Initiatoren der Stiftungsidee haben seit Ende 2024 mehr als 100 Unternehmer aus dem gesamten Freistaat für das Projekt gewonnen. Ziel ist es, nicht nur bestehende Unternehmen beim Wachstum zu begleiten, sondern auch neue, größere Unternehmen nach Sachsen zu holen. Gleichzeitig sollen strategisch relevante Branchen wie Maschinenbau, IT oder Energietechnik gestärkt werden. Die Stiftung plant Kapitalbeteiligungen an erfolgreichen Unternehmen, finanziert primär durch Mittel des Freistaates.
Stimmen aus der Wirtschaft: Jetzt handeln
„Das Gutachten von Herrn Prof. Ragnitz bestätigt eindrucksvoll, dass unsere Idee einer Zukunftsstiftung für Sachsen tragfähig und notwendig ist. Für die sächsische Wirtschaft ist das ein wichtiges Signal“, betont Dr. Fabian Magerl, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Leipzig. Auch Mitinitiator Bodo Rodestock, Vorstandsmitglied der VNG AG, sieht enormes Potenzial: „Die Zukunftsstiftung kann einen entscheidenden Beitrag für zukünftige Wertschöpfung und die Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Sachsen leisten.“
Politischer Auftrag klar formuliert
Der Koalitionsvertrag von CDU und SPD aus dem Jahr 2024 sieht bereits eine Prüfung der Stiftungsidee vor. Seitdem wurden Konzepte verfeinert und zahlreiche Gespräche mit Ministerien geführt. Die breite Unterstützung aus der Wirtschaft und das klare Fazit des ifo-Gutachtens senden eine unmissverständliche Botschaft an die Politik: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Gründung der Zukunftsstiftung in Angriff zu nehmen.
Perspektive: Ein starkes Signal für Sachsens Zukunft
Mit der Umsetzung der Zukunftsstiftung könnte Sachsen ein innovatives Finanzierungsinstrument etablieren, das die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig vorantreibt. Die Stiftung wäre ein Signal an Unternehmen, Investoren und Fachkräfte, dass der Freistaat langfristig auf Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit setzt – und damit die Weichen für eine starke wirtschaftliche Zukunft stellt.
Quelle: https://www.leipzig.ihk.de/artikel/default-0a36816badb656a464c723c77d13bfb3/









