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Was ist Infraleichtbeton?

von inoutic Redaktion
29.09.2025
in Bauwissen
Lesedauer:7 Minuten Lesezeit
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Was ist Infraleichtbeton?
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Kann ein Material hohe Wärmedämmung mit elegantem Design verbinden – und dabei noch leichter sein als herkömmliche Lösungen? Die Antwort liegt in einem innovativen Werkstoff, der die Bauwelt revolutioniert. Dieser spezielle Beton vereint Eigenschaften, die bisher als unvereinbar galten.

Mit einer Trockenrohdichte unter 800 kg/m³ übertrifft er gewöhnlichen Leichtbeton 2.0 deutlich. Der Name leitet sich vom lateinischen „infra“ (unter) ab – ein Hinweis auf seine extrem niedrige Materialdichte. Anders als porige Leichtbausteine ermöglicht er jedoch glatte Oberflächen in Sichtbetonqualität.

Diese Technologie schließt die Lücke zwischen klassischen Leichtbetonsorten und extrem leichten Steinvarianten. Du gewinnst damit völlig neue Gestaltungsfreiheiten – von schlanken Fassadenelementen bis zu energieeffizienten Gebäudehüllen. Wie das genau funktioniert und warum Architekten diesen Hochleistungsbaustoff bevorzugen, erfährst du jetzt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Extrem niedriges Gewicht durch Rohdichte unter 800 kg/m³
  • Kombiniert Wärmedämmung mit gestalterischen Möglichkeiten
  • Lateinische Silbe „infra“ verweist auf die Unterschreitung der Normdichte
  • Technologische Brücke zwischen klassischem Leichtbeton und Leichtbausteinen
  • Ermöglicht Sichtbeton-Oberflächen bei gleichzeitiger Dämmwirkung

Grundlagen und Definitionen

Baustoffe entwickeln sich ständig weiter – besonders dort, wo klassische Materialien an ihre Grenzen stoßen. Hier setzt eine neue Generation von Beton an, die bestehende Systeme kombiniert und überwindet.

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Begriffsklärung und Entstehung

Normale Leichtbetonsorten nach DIN 1045 wiegen zwischen 800 und 2.000 kg/m³. Leichtere Alternativen wie Bimssteine erreichen etwa 400 kg/m³, haben aber sichtbare Poren. Diese Lücke füllt der neue Werkstoff mit glatten Oberflächen bei gleichzeitig extrem niedriger Dichte.

Betonart Trockenrohdichte (kg/m³) Eigenschaften
Normalbeton 2.000-2.600 Hohe Tragfähigkeit
Leichtbeton (DIN 1045) 800-2.000 Grundlegende Wärmedämmung
Haufwerksporige Steine ~400 Lochstruktur, begrenzte Gestaltung
Neue Betonvariante <800 Glatte Flächen + Dämmung
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Materialgeschichtliche Hintergründe

Traditionelle Leichtbausteine enthalten Blähton oder Bims. Ihre Zwischenräume bleiben teilweise leer – das erklärt die typische Oberflächenstruktur. Moderne Rezepturen nutzen spezielle Zuschlagstoffe, die Hohlräume minimieren ohne Gewichtszunahme.

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Forscher experimentieren aktuell mit verschiedenen Mischungsverhältnissen. Standardisierte Produkte existieren noch nicht, was Planungssicherheit erschwert. Doch genau diese Flexibilität eröffnet Architekten neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Herstellung und Mischungsvarianten

Wie entsteht ein Baustoff, der zugleich stabil und federleicht ist? Die Antwort liegt in speziellen Mischverfahren, die traditionelle Rezepturen neu kombinieren. Forscher entwickeln hier maßgeschneiderte Lösungen für jedes Projekt.

A large concrete mixing truck pours a steady stream of light gray, foamy concrete onto a smooth, flat construction site. In the foreground, workers wearing hard hats and safety vests carefully guide the flow, ensuring an even distribution. The mixture appears lightweight and airy, with a subtle sheen from the sunlight filtering through wispy clouds overhead. The scene is captured with a crisp, documentary-style clarity, the 70mm lens providing a sense of depth and scale. The polarized filter enhances the contrasts, making the textures and details pop. This is the production of Infraleichtbeton, a specialized lightweight concrete formulation crucial for the construction project being documented.

Rezepturentwicklung und technische Übergänge

An der TU Kaiserslaistern gelang ein Durchbruch mit Eisenhüttenschlacke und Blähglas. Diese Komponenten werden mit einem Schaumbildner versetzt, der die Zementmatrix aufschäumt. Das Ergebnis: Eine Rohdichte unter 750 kg/m³ bei 0,15 W/(mK) Wärmeleitfähigkeit.

Komponente Funktion Beispielprodukt
Blähglas Gewichtsreduktion Liaver
Hüttensand Festigkeitssteigerung Eisenhüttenschlacke
Schaumbildner Porenstruktur Sika Additive

Verarbeitung und spezielle Zusatzstoffe

Die richtige Konsistenz erreichst du durch präzise Dosierung von Blähton (Liapor) und Zement. Spezielle Bindemittel verhindern ein vorzeitiges Absinken der Leichtzuschläge. So entstehen homogene Bauteile ohne Hohlräume.

Individuelle Anwendungsbeispiele

Im Einfamilienhaus Aiterbach kam eine Sondermischung aus Blähglasgemisch und Blähton zum Einsatz. Jede Rezeptur wird vorab im Labor getestet – von der Fließfähigkeit bis zur Endfestigkeit. Diese Flexibilität macht den Werkstoff so vielseitig.

Was ist Infraleichtbeton? – Technische Besonderheiten

Was macht diesen Baustoff so besonders? Er vereint physikalische Eigenschaften, die früher als Widerspruch galten. Gleichzeitig bringt er architektonische Freiheiten, die herkömmliche Materialien nicht bieten.

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A complex cutaway diagram showcasing the intricate technical properties of infralight concrete. The foreground features a precise cross-section revealing the material's internal structure, with labeled components illustrating its lightweight, insulating, and structural characteristics. The middle ground displays a detailed 3D rendering of the concrete's molecular composition, highlighting its unique atomic-level arrangement. In the background, a softly blurred factory setting conveys the industrial context, with subtle backlighting casting dramatic shadows that accentuate the material's technical nuances. Shot on a Sony A7R IV with a 70mm lens, the image is sharply defined with a polarized filter for maximum clarity and contrast.

Druckfestigkeit trifft Leichtbau

Mit nur 700 kg/m³ Rohdichte erreicht der Werkstoff über 8 N/mm² Druckfestigkeit – das entspricht etwa 10% von Normalbeton. Diese Balance entsteht durch präzise abgestimmte Zuschlagstoffe wie Blähglas, die Mikroporen ohne Hohlräume erzeugen.

Eigenschaft Infraleichtbeton Normalbeton
Rohdichte 700 kg/m³ 2.400 kg/m³
Druckfestigkeit 8 N/mm² 30-50 N/mm²
Wärmeleitfähigkeit 0,15-0,185 W/(mK) 2,1 W/(mK)

Unsichtbare Dämmung in Sichtbetonqualität

Die glatten Oberflächen überzeugen durch geschlossene Porenstruktur. Beim Aiterbach-Haus genügten 50 cm Wandstärke ohne zusätzliche Dämmschicht. Der Grund: 0,185 W/(mK) Wärmeleitfähigkeit – besser als viele Dämmstoffe.

Du sparst damit nicht nur Materialkosten. Die monolithische Bauweise reduziert Gewerke und verkürzt Bauzeiten. Gleichzeitig bleiben Gestaltungsoptionen wie geschalte Strukturen oder pigmentierte Flächen erhalten.

Forscher der TU Kaiserslautern optimieren aktuell Rezepturen für noch höhere Festigkeiten. Ziel sind 12 N/mm² bei gleichbleibender Rohdichte – ein Quantensprung für mehrgeschossige Bauten.

Praxisprojekte und Forschungsergebnisse

Wie beweist sich ein neuartiger Werkstoff im echten Baualltag? Die Antwort liefern wegweisende Projekte und interdisziplinäre Forschungskooperationen. Sie zeigen, wie Theorie und Praxis zusammenwirken.

Reale Bauvorhaben und Verarbeitungsstudien

Architekt Michael Thalmair setzte beim zweigeschossigen Haus in Aiterbach auf 50 cm starke Außenwände aus dem Spezialbeton. Diese monolithische Lösung sparte Dämmmaterial und verkürzte die Bauzeit deutlich. Herausforderungen wie die exakte Konsistenz der Frischmischung wurden durch Laborversuche im Vorfeld gelöst.

Wissenschaftliche Untersuchungen und innovative Anwendungen

Mike Schlaich von der Technischen Universität Berlin analysiert mit seinem Team das Tragverhalten des Materials. Seine Publikationen zu Schubfestigkeit und Verbundeigenschaften bilden die Grundlage für zukünftige Normen. Die Partnerschaft mit schlaich bergermann ermöglicht direkte Umsetzungen von Forschungserkenntnissen in reale Gebäude.

An der Universität der Bundeswehr München entwickelte Rezepturen zeigen: Jedes Projekt erfordert individuelle Anpassungen. Diese Flexibilität macht den Werkstoff so spannend – aber auch planungsintensiv. Dein Vorteil? Du gestaltest energieeffiziente Bauten mit reduziertem Materialeinsatz.

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FAQ

Welche Rohdichte hat Infraleichtbeton?

Infraleichtbeton zeichnet sich durch eine Trockenrohdichte von unter 800 kg/m³ aus. Damit liegt er zwischen herkömmlichem Leichtbeton und hochporösen Dämmstoffen, was ihn ideal für tragende Außenwände mit integrierter Wärmedämmung macht.

Kann Infraleichtbeton ohne zusätzliche Dämmung verwendet werden?

Ja, durch seine hohe Wärmedämmleistung eignet sich der Baustoff für monolithische Außenwände. Projekte wie das „Haus der Zukunft“ in Berlin zeigen, dass keine separate Dämmschicht nötig ist – eine Kerninnovation in der Bauindustrie.

Wie unterscheidet sich Infraleichtbeton von herkömmlichem Leichtbeton?

Der Unterschied liegt in der Rezeptur und Rohdichte: Infraleichtbeton enthält spezielle Zuschläge wie Blähton oder Bims, die die Druckfestigkeit (ca. 5-10 N/mm²) bei extrem geringer Dichte erhalten. Architekten wie Mike Schlaich nutzen dies für filigrane Tragwerke.

Ist eine Zustimmung im Einzelfall immer erforderlich?

Aufgrund fehlender allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung muss für jedes Projekt eine individuelle Zustimmung beantragt werden. Forschungsergebnisse der Technischen Universität Berlin dienen hier oft als Grundlage für Genehmigungen.

Welche Oberflächen sind bei Infraleichtbeton möglich?

Die Oberflächengestaltung reicht von sichtbar rauen Texturen bis zu glatten, sandgestrahlten Flächen. Projekte der Schlaich Bergermann Partner demonstrieren, wie die poröse Struktur ästhetisch genutzt wird – ohne Verputz oder Beschichtung.

Gibt es Praxisbeispiele für den Einsatz im Hochbau?

Ja, etwa das „Infraleichtbeton-Haus“ in Stuttgart: Hier wurden Außenwände mit nur 36 cm Dicke realisiert, die gleichzeitig tragend und dämmend wirken. Solche Anwendungen reduzieren Bauzeit und Materialkosten signifikant.
Tags: BauphysikBaustoffeBaustoffindustrieBautechnikDämmstoffeInfraleichtbetonLeichtbetonNachhaltiges Bauen

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