Monoblock ist 2026 der Standard, und für die meisten Häuser die richtige Wahl. Das Gerät steht komplett draußen, ins Haus führen nur zwei Wasserleitungen. Kein Kältemittel im Haus, kein Kältemittelschein nötig, einfachere Installation. Split-Geräte haben trotzdem ihre Berechtigung, aber nur in bestimmten Situationen.
Monoblock: Alles draußen
Beim Monoblock steckt die gesamte Kältetechnik (Verdampfer, Kompressor, Kondensator, Expansionsventil) in einem Außengerät. Zwei isolierte Wasserleitungen (Vorlauf und Rücklauf) führen durch die Hauswand ins Heizsystem. Im Haus steht nur das Hydraulikmodul (manche Hersteller nennen es Inneneinheit), das Umwälzpumpe, Regelung und oft auch den Warmwasserspeicher enthält.
Vorteile: Der Installateur braucht keinen Kältemittelschein, weil das Kältemittel komplett im Außengerät bleibt und bei der Installation nicht angefasst wird. Das macht die Montage schneller (1 bis 2 Tage statt 2 bis 3 Tage) und billiger (1.000 bis 2.000 Euro weniger als Split). Weniger Bauteile im Haus bedeuten weniger Fehlerquellen.
Nachteile: Die Wasserleitungen zwischen Außengerät und Haus müssen isoliert sein, sonst gibt es Wärmeverluste. Bei langen Leitungswegen (über 10 Meter) werden diese Verluste spürbar. Außerdem besteht bei extrem tiefen Temperaturen ein theoretisches Frostrisiko in den Leitungen, weshalb alle Monoblocks einen integrierten Frostschutz haben (Heizpatrone oder Umwälzpumpe, die bei Minusgraden automatisch läuft).
Split: Außen- plus Innengerät
Beim Split-System sind Verdampfer und Kompressor im Außengerät, der Kondensator im Innengerät. Verbunden werden sie durch Kältemittelleitungen (Kupferrohre mit Isolation). Das Kältemittel zirkuliert zwischen beiden Einheiten.
Vorteile: Kältemittelleitungen haben praktisch keine Wärmeverluste, egal wie lang sie sind. Bei einem Aufstellort weit vom Heizraum entfernt (15 bis 20 Meter) ist Split effizienter als Monoblock. Das Innengerät ist kompakter als ein Monoblock-Hydraulikmodul, weil es weniger Technik enthält.
Nachteile: Die Kältemittelleitungen müssen von einem zertifizierten Kältetechniker verlegt werden (Kältemittelschein nach F-Gase-Verordnung). Das macht die Installation teurer und dauert länger. Bei R290 (Propan) gelten zusätzliche Sicherheitsvorschriften, weil das Kältemittel brennbar ist. Es gibt Mengenbegrenzungen für R290 im Innenbereich, und die Aufstellung der Inneneinheit muss bestimmte Abstände zu Zündquellen einhalten.
Der Preisunterschied
Gerät: Monoblock-Geräte kosten 2026 ähnlich viel wie Split-Geräte gleicher Leistung. Der Preisunterschied beim Gerät selbst ist gering (0 bis 1.000 Euro).
Installation: Hier liegt der Unterschied. Monoblock-Installation: 4.000 bis 7.000 Euro. Split-Installation: 5.500 bis 9.000 Euro. Der Aufpreis kommt durch den Kältetechniker, die Kältemittelleitungen und den höheren Zeitaufwand.
Gesamt: 1.500 bis 3.000 Euro Vorteil für Monoblock.
Wann Split die bessere Wahl ist
Wenn das Außengerät weit vom Heizraum entfernt steht. Ab 10 Metern Entfernung werden die Wärmeverluste in Wasserleitungen relevant. Bei 15 oder 20 Metern ist Split klar im Vorteil, weil Kältemittelleitungen verlustfrei arbeiten.
Wenn drinnen sehr wenig Platz ist. Das Monoblock-Hydraulikmodul braucht etwa 60 x 60 cm Grundfläche und 1,80 Meter Höhe. In einem engen Heizungskeller oder einer Nische passt das nicht immer. Die Split-Inneneinheit ist kompakter.
Wenn die Gebäudesituation kompliziert ist. Bei verwinkten Leitungswegen durch mehrere Wände oder über Decken sind dünne Kältemittelleitungen einfacher zu verlegen als dicke isolierte Wasserrohre.
Wann Monoblock die bessere Wahl ist
In allen anderen Fällen. Also: Wenn das Außengerät in der Nähe des Heizraums steht (unter 10 Meter), wenn genug Platz für das Hydraulikmodul da ist, und wenn man Kosten und Installationszeit minimieren will. Das trifft auf geschätzt 85 bis 90 Prozent aller Einfamilienhaus-Installationen zu.
Der Markttrend
2022 waren noch rund 40 Prozent der verkauften Luft-WP Split-Geräte. 2026 liegt der Split-Anteil unter 20 Prozent und sinkt weiter. Die Hersteller investieren fast ausschließlich in die Monoblock-Entwicklung. Neue Modelle erscheinen als Monoblock, und die Split-Varianten werden nach und nach eingestellt oder nur noch für Spezialanwendungen angeboten.
Der Grund: Die Installateure wollen keinen Kältemittelschein brauchen (oder bezahlen), die Endkunden wollen einfache und günstige Installationen, und die F-Gase-Verordnung macht Split-Geräte mit R290 komplizierter als nötig. Monoblock ist die Zukunft, Split die Ausnahme.







