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Solaranlage installieren: Ablauf, Dauer und was der Solarteur macht

von inoutic Redaktion
23.03.2026
in Magazin
Lesedauer:5 Minuten Lesezeit
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Solarteur installiert Solarmodule auf Hausdach
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Irgendwann ist die Planung durch, das Angebot unterschrieben, und der Solarteur rückt an. Dann geht es erstaunlich schnell. Die Montage einer typischen Einfamilienhaus-Anlage dauert ein bis drei Tage. Aber in diesen Tagen passiert eine Menge, und es hilft, vorher zu wissen, was auf einen zukommt, was man selbst vorbereiten kann und an welchen Stellen man besser nicht spart.

Vor der Montage: Was vorher passiert

Bevor das erste Modul aufs Dach kommt, hat der Solarteur bei der Vor-Ort-Begehung das Dach vermessen, die Verschattung geprüft, den Zählerkasten begutachtet und den Kabelweg geplant. Auf Basis dieser Daten erstellt er die Montageplatte, also den Plan, welches Modul wo sitzt, wie die Strings verschaltet werden und wo der Wechselrichter hängt.

In der Regel bestellt der Betrieb dann die Komponenten, was je nach Liefersituation ein paar Tage bis wenige Wochen dauert. Module der großen Hersteller wie JA Solar, Jinko, LONGi oder Trina sind meistens schnell verfügbar. Bei spezielleren Komponenten oder wenn der Betrieb gerade ausgelastet ist, kann es länger dauern.

Vor dem Montagetermin muss ein Gerüst stehen. Das ist in Deutschland Pflicht, sobald die Absturzhöhe mehr als drei Meter beträgt, also bei praktisch jedem Hausdach. Manche Solarteure stellen das Gerüst selbst, andere beauftragen einen Gerüstbauer. Die Kosten liegen bei 500 bis 1.500 Euro je nach Dachhöhe und Gebäudegröße, und sie sollten im Angebot enthalten sein. Falls nicht, nachfragen.

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Tag 1: Unterkonstruktion und Dachhaken

Am ersten Tag geht es aufs Dach. Bei einem Satteldach mit Ziegeldeckung werden zuerst die Dachhaken montiert. Dafür werden einzelne Ziegel angehoben, die Haken auf den Dachsparren verschraubt und die Ziegel wieder eingesetzt, gegebenenfalls mit einer Aussparung, damit sie flach aufliegen. Auf die Dachhaken kommen dann die Montageschienen aus Aluminium, ein Schienensystem, auf dem die Module befestigt werden.

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Bei einem Flachdach sieht die Montage anders aus. Hier werden Aufständerungssysteme verwendet, die die Module im optimalen Winkel aufstellen. Die Unterkonstruktion wird entweder verschraubt oder mit Ballast beschwert (Betonsteine oder Kies), damit sie bei Wind nicht wegfliegt. Die Ballastlösung hat den Vorteil, dass die Dachhaut nicht durchbohrt wird, was bei Flachdächern mit Bitumen- oder Folienbedachung relevant ist.

Bei Indachmontage ersetzen die Module die Dachziegel komplett. Das sieht eleganter aus, ist aber teurer und aufwendiger, weil die Abdichtung gegen Regen sichergestellt sein muss.

Tag 1-2: Module montieren und verkabeln

Sobald die Schienen sitzen, werden die Module eingehängt und mit Klemmen fixiert. Das geht schnell, ein geübtes Team montiert 20 Module in wenigen Stunden. Die Module werden mit Solarkabeln (DC-Leitungen mit MC4-Steckverbindern) untereinander verbunden und in Strings zusammengeschaltet.

Die Verkabelung ist reine Facharbeit. Die Kabel laufen unter den Modulen entlang, werden mit Kabelbindern gesichert und durch einen Dachdurchbruch oder eine Wanddurchführung ins Gebäude geleitet. Dort gehen sie zum Wechselrichter, der meistens im Keller, in der Garage oder im Hauswirtschaftsraum hängt.

Ein Punkt, der oft unterschätzt wird: der Kabelweg vom Dach zum Wechselrichter. Je länger der Weg, desto mehr Verlust auf der DC-Seite. Ein guter Installateur plant den kürzesten Weg und verwendet ausreichend dimensionierte Kabel. Bei schlecht geplanten Kabellängen gehen ein bis zwei Prozent Ertrag verloren, dauerhaft.

Tag 2-3: Wechselrichter, Speicher und Elektrik

Der Wechselrichter wird an der Wand montiert und mit den DC-Leitungen vom Dach verbunden. Auf der AC-Seite wird er an den Zählerkasten angeschlossen. Wenn ein Speicher dabei ist, wird dieser ebenfalls montiert und mit dem Wechselrichter verkabelt, bei DC-Kopplung direkt, bei AC-Kopplung über einen eigenen Batterie-Wechselrichter.

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Der Anschluss an das Hausnetz und den Zählerkasten ist der Teil, den ausschließlich eine Elektrofachkraft durchführen darf. Hier werden Sicherungen eingebaut, der Überspannungsschutz installiert und der Zähler getauscht. Der alte Ferraris-Zähler (der mit der Drehscheibe) wird durch einen Zweirichtungszähler oder ein Smart Meter ersetzt. Seit 2025 ist für Anlagen ab 7 kWp ein intelligentes Messsystem vorgeschrieben.

Auch der Feuerwehrschalter wird installiert. Er trennt die DC-Leitung im Brandfall, damit die Feuerwehr gefahrlos löschen kann. Bei Modulen, die auch bei Sonne unter Spannung stehen, ist das eine wichtige Sicherheitsmaßnahme.

Inbetriebnahme und Abnahme

Nach der Elektroinstallation wird die Anlage in Betrieb genommen. Der Installateur prüft alle Anschlüsse, misst die Leerlaufspannung und den Kurzschlussstrom der Strings und startet den Wechselrichter. Im Idealfall zeigt das Display oder die App sofort die erste Stromerzeugung an.

Es folgt das Inbetriebnahmeprotokoll nach DIN EN 62446. Dieses Dokument bescheinigt, dass die Anlage normgerecht installiert ist und alle Messungen im Sollbereich liegen. Es ist Pflicht und dient als Nachweis gegenüber dem Netzbetreiber, der Versicherung und im Garantiefall gegenüber dem Hersteller. Lasst euch dieses Protokoll unbedingt aushändigen. Ohne Protokoll habt ihr im Schadensfall ein Problem.

Der Zählertausch wird vom Messstellenbetreiber (in der Regel der lokale Netzbetreiber) durchgeführt, manchmal am selben Tag wie die Inbetriebnahme, manchmal mit ein paar Tagen Verzögerung. Bis der neue Zähler sitzt, läuft die Anlage trotzdem, der alte Zähler dreht sich dann rückwärts, was technisch nicht korrekt ist, aber geduldet wird.

Selbstmontage: Was man selbst darf und was nicht

Die mechanische Montage der Module auf dem Dach darf grundsätzlich jeder selbst machen. Module aufs Dach tragen, in die Schienen klicken, verkabeln, alles kein Problem, wenn man schwindelfrei ist und ein Gerüst hat.

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Was man nicht selbst machen darf: den Anschluss an das Hausnetz. Alles ab dem Zählerkasten ist Sache einer eingetragenen Elektrofachkraft. Wer hier selbst Hand anlegt, riskiert nicht nur seine Sicherheit, sondern verliert auch den Versicherungsschutz und die Garantie des Wechselrichter-Herstellers.

Das Sparpotenzial durch Selbstmontage liegt bei 1.500 bis 3.000 Euro, je nach Anlagengröße. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, ob man sich die Arbeit auf dem Dach zutraut und ob man Helfer hat. Alleine geht das nicht, Module wiegen 20 bis 25 Kilogramm pro Stück und müssen auf dem Dach manövriert werden.

Sicherheit: Nicht verhandelbar

Arbeiten auf dem Dach sind gefährlich. Gerüst ist Pflicht, Sicherheitsschuhe gehören dazu, und bei nassem oder vereistem Dach wird nicht gearbeitet. Punkt.

Blitzschutz und Erdung sind ein Thema, das oft diskutiert wird. Wenn das Gebäude bereits eine Blitzschutzanlage hat, muss die PV-Anlage daran angeschlossen werden. Wenn keine vorhanden ist, besteht keine Nachrüstpflicht, aber ein Überspannungsschutz (Typ 1 und Typ 2) im Zählerkasten ist trotzdem Pflicht und im Normalfall im Installationspaket enthalten.

Wie lange dauert es insgesamt?

Von der Auftragserteilung bis zur fertigen, laufenden Anlage vergehen typischerweise zwei bis vier Monate. Die reine Montage dauert ein bis drei Tage. Der Rest ist Wartezeit: Lieferung der Komponenten, Gerüsttermin, Zählertausch, Marktstammdatenregister-Anmeldung.

Das klingt nach viel Geduld, ist aber normal. Wer im Frühling bestellt, hat die Anlage oft rechtzeitig zum Sommer auf dem Dach, wenn die Erträge am höchsten sind. Eine Bestellung im Herbst bedeutet, dass die Anlage im Winter montiert wird, was grundsätzlich möglich ist, aber bei Schnee und Eis zu Verzögerungen führen kann.

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