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Photovoltaik: Wie Solarstrom funktioniert und was du wissen musst

von inoutic Redaktion
18.03.2026
in Magazin
Lesedauer:5 Minuten Lesezeit
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Photovoltaik Solarmodule auf Hausdach
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Solarstrom vom eigenen Dach klingt gut. Weniger Stromkosten, weniger Abhängigkeit vom Versorger. Aber bevor es an die Planung geht, hilft es, die Technik zumindest grob zu verstehen. Kein Physikstudium nötig, aber genug, um beim Gespräch mit dem Solarteur die richtigen Fragen zu stellen und nicht alles abnicken zu müssen, was im Angebot steht.

Wie aus Sonnenlicht Strom wird

In jeder Solarzelle steckt ein Halbleiter, in der Regel Silizium. Wenn Sonnenlicht auf diesen Halbleiter trifft, löst es Elektronen aus ihrer Bindung. Es entsteht eine elektrische Spannung, Gleichstrom fließt. Das Ganze heißt photovoltaischer Effekt. Alexandre Edmond Becquerel hat ihn 1839 entdeckt, aber bis zur ersten Solarzelle, die tatsächlich brauchbar war, hat es dann nochmal über hundert Jahre gedauert.

Eine einzelne Zelle liefert wenig Strom. Deshalb werden 60 oder 72 Zellen zu einem Solarmodul zusammengeschaltet. Auf dem Dach kommen dann je nach Anlagengröße 10 bis 40 solcher Module zusammen. Zusammen bilden sie den Solargenerator, also den Teil der Anlage, der tatsächlich Strom erzeugt.

Gleichstrom, Wechselstrom und der Wechselrichter

Die Module erzeugen Gleichstrom. Das Hausnetz läuft mit Wechselstrom, 230 Volt, 50 Hertz. Dazwischen sitzt der Wechselrichter und wandelt das eine ins andere um.

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Gute Wechselrichter arbeiten mit 96 bis 98,5 Prozent Wirkungsgrad. Der Verlust bei der Umwandlung ist also gering. Es gibt allerdings verschiedene Typen, und welcher der richtige ist, hängt von der Anlage ab.

Stringwechselrichter sind der Standard bei den meisten Dachanlagen. Sie fassen mehrere Module zu einem Strang zusammen und wandeln den Strom zentral um. Hybridwechselrichter können zusätzlich einen Batteriespeicher einbinden, was praktisch ist, wenn man einen Speicher plant oder nachrüsten will. Mikrowechselrichter sitzen direkt hinter jedem einzelnen Modul. Sie arbeiten unabhängig voneinander, was bei teilweise verschatteten Dächern einen echten Unterschied macht, weil ein verschattetes Modul dann nicht die anderen runterzieht.

Bei den Herstellern hat man die Wahl zwischen SMA und Fronius (beide aus dem deutschsprachigen Raum), Huawei (Marktführer weltweit), Kostal, GoodWe und einigen anderen. Die Preisunterschiede sind teils erheblich, die Qualitätsunterschiede eher gering.

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Was bedeuten kWp und kWh?

Zwei Begriffe, die in jedem Angebot auftauchen und die man auseinanderhalten sollte.

Kilowatt-Peak (kWp) ist die maximale Leistung einer Anlage unter Laborbedingungen: 1.000 Watt Sonneneinstrahlung pro Quadratmeter, 25 Grad Modultemperatur. Diese Bedingungen heißen STC (Standard Test Conditions). Im echten Leben werden sie selten genau so erreicht, aber sie machen Anlagen untereinander vergleichbar.

Kilowattstunde (kWh) ist die tatsächlich erzeugte Energiemenge. Pro kWp Anlagenleistung kann man in Deutschland mit 900 bis 1.100 kWh pro Jahr rechnen. In München oder Freiburg eher am oberen Ende, weil die Globalstrahlung im Süden bei bis zu 1.300 kWh pro Quadratmeter liegt. In Hamburg oder Kiel eher 900 bis 950 kWh pro Quadratmeter. Konkret: Eine 10-kWp-Anlage in München liefert rund 10.500 kWh im Jahr. Dieselbe Anlage in Hamburg kommt auf etwa 9.200 kWh. Der Unterschied ist da, aber er ist kleiner, als viele denken.

Solarmodule: Welche Typen gibt es?

Auf dem Markt für Privatanlagen spielen drei Modultypen eine Rolle, wobei einer davon die anderen beiden praktisch verdrängt hat.

Monokristalline Module bestehen aus hochreinem Silizium. Man erkennt sie an der einheitlich dunklen, fast schwarzen Oberfläche. Ihr Wirkungsgrad liegt bei 20 bis 22 Prozent auf Modulebene, und sie machen den Großteil aller Neuinstallationen aus. Wer sich 2026 eine Anlage aufs Dach legen lässt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit monokristalline Module.

Polykristalline Module (die leicht bläulichen mit dem kristallinen Muster) waren jahrelang die günstigere Alternative. 16 bis 18 Prozent Wirkungsgrad. Aber seit monokristalline Module im Preis so stark gefallen sind, gibt es kaum noch einen Grund, polykristalline zu wählen. Im Neubau sind sie fast verschwunden.

Dünnschichtmodule, die aus aufgedampften Halbleiterschichten bestehen, erreichen 12 bis 15 Prozent. Sie tauchen gelegentlich an Fassaden oder auf gebogenen Flächen auf. Für das normale Hausdach sind sie keine realistische Option.

PERC, TOPCon und HJT: Was steckt hinter den Abkürzungen?

Innerhalb der monokristallinen Welt gibt es verschiedene Zelltechnologien. Die Unterschiede klingen technisch, wirken sich aber auf Leistung, Preis und Verhalten bei Hitze aus.

PERC (Passivated Emitter and Rear Cell) ist der aktuelle Standard. Eine zusätzliche Schicht auf der Zellrückseite reflektiert Licht zurück in die Zelle und steigert den Wirkungsgrad auf 21 bis 23 Prozent. Etwa die Hälfte aller weltweit verkauften Module nutzt PERC. Bewährt, günstig, gut.

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TOPCon (Tunnel Oxide Passivated Contact) ist der Nachfolger. Eine extrem dünne Tunneloxidschicht drückt den Wirkungsgrad auf 23 bis 24 Prozent, im Labor bis 26 Prozent. Das theoretische Maximum liegt bei 28,7 Prozent, da ist also noch Luft. TOPCon wächst rasant und hält 2026 schon 30 bis 40 Prozent Marktanteil. Wer heute eine Anlage plant, wird TOPCon-Module in fast jedem Angebot finden.

HJT (Heterojunction Technology) geht einen anderen Weg: kristallines Silizium wird mit amorphen Schichten kombiniert. Das klingt nach Nischenprodukt, hat aber einen handfesten Vorteil. Der Temperaturkoeffizient liegt bei nur minus 0,24 bis minus 0,26 Prozent pro Kelvin. PERC verliert bei gleicher Hitze mit minus 0,35 Prozent deutlich mehr. Heißt: An einem 35-Grad-Sommertag produziert ein HJT-Modul spürbar mehr als ein PERC-Modul gleicher Nennleistung. Wirkungsgrad: 23 bis 25 Prozent. Marktanteil noch überschaubar bei 10 bis 20 Prozent, Tendenz steigend.

Glas-Glas-Module und bifaziale Technik

Klassische Module haben eine Glasfront und eine Kunststoff-Rückseite. Glas-Glas-Module verwenden Glas auf beiden Seiten. Sie halten länger, vertragen Feuchtigkeit besser und sind mechanisch stabiler. Im DACH-Raum werden ab 2026 strengere Hagelschutz-Vorgaben erwartet, und Glas-Glas wird deshalb zunehmend zum Standard. Für Neuanlagen eine sinnvolle Wahl, auch wenn sie etwas schwerer und teurer sind.

Bifaziale Module nehmen Licht auf beiden Seiten auf. Die Rückseite nutzt reflektiertes und diffuses Licht, kann bis zu 80 Prozent der Vorderseitenleistung erreichen und liefert je nach Aufstellung 5 bis 30 Prozent Mehrertrag. Das rechnet sich vor allem auf Flachdächern mit heller Unterlage, bei Aufständerung oder bei Fassadenmontage. Auf einem dunklen Satteldach bringt die Bifazialität dagegen wenig, weil kaum Licht an die Rückseite gelangt.

Was der Wirkungsgrad wirklich aussagt, und was nicht

22 Prozent Wirkungsgrad heißt: Von 1.000 Watt Sonnenstrahlung pro Quadratmeter werden 220 Watt in Strom umgewandelt. Soweit simpel.

In der Praxis ist der Wirkungsgrad aber nur einer von mehreren Faktoren. Dachausrichtung, Neigungswinkel, Verschattung, Umgebungstemperatur, Wechselrichter-Verluste: All das beeinflusst, wie viel Strom am Ende wirklich rauskommt. Ein Modul mit 20 Prozent Wirkungsgrad auf einem perfekt ausgerichteten Süddach kann mehr liefern als ein 22-Prozent-Modul auf einem teilverschatteten Ost-West-Dach. Wer genug Dachfläche hat, fährt mit einem günstigeren Modul manchmal besser.

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Aktuelle Topmodule liegen bei 440 bis 485 Watt Peak. Vor fünf Jahren wären solche Werte für ein Standardmodul unrealistisch gewesen.

Wie lange hält eine Solaranlage?

Solarmodule halten 25 bis 40 Jahre. Die Leistung nimmt dabei langsam ab, das nennt sich Degradation. Bei modernen Modulen liegt der Verlust bei 0,4 bis 0,8 Prozent pro Jahr, bei neueren Technologien unter 0,15 Prozent. Nach 25 Jahren liefern die Module noch 80 bis 85 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung.

Die Hersteller geben eine Leistungsgarantie über 25 bis 30 Jahre (80 Prozent der Nennleistung) und eine Produktgarantie über 10 bis 15 Jahre. Der Wechselrichter hält kürzer, 10 bis 15 Jahre, und muss während der Anlagenlebensdauer einmal getauscht werden. Das sollte man bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung einplanen, die Kosten dafür liegen bei 1.000 bis 2.500 Euro je nach Typ.

Weitere Bestandteile der Anlage

Neben Modulen und Wechselrichter gehört noch einiges zur Anlage. Dachhaken und Montageschienen halten die Module fest. Solarkabel mit MC4-Steckverbindern verbinden alles miteinander. Ein Überspannungsschutz sichert gegen Blitzschäden. Und seit 2025 brauchen Anlagen ab 7 kWp ein intelligentes Messsystem, ein sogenanntes Smart Meter, das Erzeugung und Verbrauch in Echtzeit erfasst.

Die meisten Neuanlagen werden heute mit einem Batteriespeicher kombiniert. Ohne Speicher verbraucht man etwa 30 Prozent des eigenen Solarstroms selbst, mit Speicher steigt das auf 60 bis 80 Prozent. Und wer noch einen Schritt weiter gehen will, steuert mit einem Energiemanagementsystem (HEMS) den gesamten Stromfluss im Haus: Wärmepumpe, Wallbox und Speicher werden dann automatisch bevorzugt mit Solarstrom versorgt.

Lohnt es sich, das alles zu verstehen?

Photovoltaik ist kein Hexenwerk. Aber wer die Grundlagen kennt, lässt sich vom Solarteur nicht irgendwas ans Dach schrauben. Du verstehst, warum ein Hybridwechselrichter Sinn ergibt, wenn später ein Speicher dazukommen soll. Du kannst einschätzen, ob TOPCon den Aufpreis gegenüber PERC wert ist, für dein Dach, mit deiner Ausrichtung. Und du fällst nicht auf den Trick herein, dass jemand dir das teuerste Modul verkauft, nur weil der Wirkungsgrad auf dem Datenblatt höher ist. Am Ende geht es darum, die richtige Anlage zu kaufen, nicht die teuerste.

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