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Heizlast berechnen: Wie groß muss die Wärmepumpe sein?

von inoutic Redaktion
27.03.2026
in Magazin
Lesedauer:4 Minuten Lesezeit
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Die Heizlast bestimmt, wie viel Wärmeleistung dein Haus braucht. Zu kleine Wärmepumpe: Das Haus wird an kalten Tagen nicht warm. Zu große Wärmepumpe: Du zahlst mehr als nötig, und das Gerät taktet ständig an und aus, was die Lebensdauer verkürzt. Die richtige Dimensionierung ist der wichtigste Schritt bei der Planung, und trotzdem wird sie erschreckend oft per Daumenregel statt per Berechnung gemacht.

Was Heizlast bedeutet

Die Heizlast ist die Wärmeleistung in Kilowatt (kW), die ein Gebäude bei der kältesten zu erwartenden Außentemperatur braucht, um die Innenräume auf Wunschtemperatur zu halten. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegt sie zwischen 5 und 15 kW. Ein gut gedämmtes Haus mit 130 Quadratmetern braucht vielleicht 5 bis 7 kW, ein unsanierter Altbau mit 200 Quadratmetern eher 12 bis 18 kW.

Die Heizlast ist nicht das Gleiche wie der Jahresenergiebedarf. Der Jahresenergiebedarf (in kWh) sagt, wie viel Energie du übers Jahr verbrauchst. Die Heizlast (in kW) sagt, wie viel Leistung du im schlimmsten Moment brauchst. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.

Warum die richtige Berechnung so wichtig ist

Bei einer Gasheizung war die Dimensionierung weniger kritisch. Ein überdimensionierter Gaskessel kostet etwas mehr Anschaffung und ein paar Prozent mehr Verluste, aber er funktioniert trotzdem gut. Bei einer Wärmepumpe ist das anders.

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Eine zu große Wärmepumpe taktet. Sie springt an, heizt schnell auf die Solltemperatur, schaltet ab, das Haus kühlt ab, sie springt wieder an. Dieses Takten belastet den Kompressor und senkt die Effizienz. Moderne Inverter-Wärmepumpen können ihre Leistung zwar herunterregeln (modulieren), aber auch sie haben eine Mindestleistung. Wenn die Heizlast des Hauses unter dieser Mindestleistung liegt, taktet die WP trotzdem.

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Eine zu kleine Wärmepumpe schafft es an kalten Tagen nicht, das Haus warm zu halten. Die Vorlauftemperatur muss dann hochgefahren werden, was die Effizienz senkt. Im schlimmsten Fall braucht man einen elektrischen Heizstab als Backup, der viel Strom verbraucht.

Heizlastberechnung nach DIN EN 12831

Die saubere Methode ist die Berechnung nach DIN EN 12831 (raumweise Heizlastberechnung). Dabei wird für jeden Raum einzeln berechnet, wie viel Wärme er verliert. Die Berechnung berücksichtigt:

Die Transmissionswärmeverluste zeigen, wie viel Wärme durch Wände, Fenster, Dach und Boden nach außen geht. Das hängt von der Fläche, dem U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) jedes Bauteils und der Temperaturdifferenz zwischen innen und außen ab. Dazu kommen die Lüftungswärmeverluste durch den Luftwechsel. In einem Haus ohne Lüftungsanlage rechnet man mit 0,5 Luftwechseln pro Stunde. Und falls das Haus nicht durchgehend beheizt wird (zum Beispiel Absenkung nachts), fließt auch eine Aufheizreserve mit ein.

Die Norm-Außentemperatur hängt vom Standort ab. In München rechnet man mit minus 16 Grad, in Köln mit minus 10 Grad, in Hamburg mit minus 12 Grad. Die genauen Werte stehen in der DIN und sind nach PLZ abrufbar.

Das Ergebnis ist die Gebäudeheizlast in kW. Dazu kommt noch der Warmwasseranteil, falls die WP auch Warmwasser machen soll (Aufschlag 0,2 bis 0,5 kW bei einem Einfamilienhaus).

Wer die Berechnung macht

Die raumweise Heizlastberechnung macht der Heizungsbauer, der Energieberater oder ein Planungsbüro. Kosten: 300 bis 800 Euro, je nach Gebäudegröße. Bei der BEG-Förderung ist die Heizlastberechnung Pflicht und die Kosten sind förderfähig.

Manche Installateure machen stattdessen eine überschlägige Berechnung nach dem Gasverbrauch der letzten Jahre. Das ist schneller und billiger, aber weniger genau. Die Formel: Jahresverbrauch (kWh) geteilt durch die Vollbenutzungsstunden (1.800 bis 2.100, je nach Gebäude) ergibt die ungefähre Heizlast. Bei 18.000 kWh Gasverbrauch und 2.000 Vollbenutzungsstunden: 9 kW Heizlast.

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Diese Methode hat einen Haken: Der bisherige Gasverbrauch bildet das Heizverhalten ab, nicht den tatsächlichen Bedarf. Wer wenig geheizt hat, bekommt eine zu niedrige Heizlast. Wer viel geheizt hat (hohe Raumtemperaturen, immer alle Räume warm), bekommt eine zu hohe.

Faustformeln und ihre Grenzen

Im Internet kursieren Faustformeln wie „100 Watt pro Quadratmeter“ oder „1 kW pro 10 Quadratmeter“. Diese Werte stammen aus der Zeit ungedämmter Häuser und sind für die meisten Gebäude viel zu hoch. Ein KfW-55-Haus braucht eher 30 bis 40 Watt pro Quadratmeter, ein teilsanierter Altbau 60 bis 80 Watt, und nur ein komplett unsaniertes Haus kommt in die Nähe von 100 Watt.

Wer mit der 100-Watt-Formel dimensioniert, landet bei einem 150-Quadratmeter-Haus bei 15 kW. Braucht das Haus tatsächlich nur 8 kW, ist die WP fast doppelt so groß wie nötig. Die Konsequenz: höhere Anschaffungskosten, Takten, niedrigere Effizienz.

Typische Heizlasten nach Gebäudetyp

Neubau KfW 40 (gut gedämmt, 130 Quadratmeter): 3 bis 5 kW. Neubau KfW 55 (130 Quadratmeter): 5 bis 7 kW. Bestand saniert (Dämmung, neue Fenster, 150 Quadratmeter): 6 bis 9 kW. Bestand teilsaniert (neue Fenster, Dach gedämmt, 160 Quadratmeter): 8 bis 12 kW. Altbau unsaniert (180 Quadratmeter): 12 bis 18 kW.

Diese Werte sind Richtwerte. Die tatsächliche Heizlast hängt von so vielen Faktoren ab (Gebäudegeometrie, Fensteranteil, Himmelsrichtung, Windexposition, Kellerbeheizung), dass eine saubere Berechnung durch nichts zu ersetzen ist.

Heizlast und Vorlauftemperatur

Die Heizlast bestimmt nicht nur die Größe der WP, sondern auch die nötige Vorlauftemperatur. Je geringer die Heizlast, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein. Und je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die WP.

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Mit Fußbodenheizung reichen 30 bis 35 Grad Vorlauf, die WP arbeitet dann mit einer Jahresarbeitszahl von 3,5 bis 4,5. Mit normal dimensionierten Heizkörpern braucht man 45 bis 55 Grad, die JAZ sinkt auf 2,8 bis 3,5. Sind die Heizkörper überdimensioniert oder wurden einzelne getauscht, reichen oft 35 bis 45 Grad, und die JAZ liegt bei 3,0 bis 4,0.

Deshalb ist die raumweise Heizlastberechnung auch für die Heizkörperauslegung nötig. Sie zeigt, ob die bestehenden Heizkörper bei niedrigerer Vorlauftemperatur noch genug Wärme abgeben oder ob einzelne getauscht werden müssen.

Warum man an der Berechnung nicht sparen sollte

Ohne korrekte Heizlast wird die gesamte Planung schief. Die WP ist falsch dimensioniert, der Pufferspeicher passt nicht, der hydraulische Abgleich funktioniert nicht richtig, und die Förderung verlangt ohnehin eine Berechnung. 300 bis 800 Euro für eine saubere DIN-Berechnung klingen nach viel, aber eine falsch dimensionierte WP kostet über ihre Laufzeit ein Vielfaches davon.

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