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Ergebnisse des Koalitionsausschusses bleiben hinter Erwartungen zurück
Die Beschlüsse des jüngsten Koalitionsausschusses sind aus Sicht des Handwerks enttäuschend. Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), machte deutlich, dass die Ergebnisse weit von dem entfernt seien, was kleine und mittelständische Betriebe im Alltag wirklich benötigen. „Standortgebundene Handwerksbetriebe spüren die wirtschaftliche Stagnation besonders deutlich. Sie brauchen eine Wirtschaftspolitik, die in der Breite wirkt und nicht nur einzelne Branchen bevorzugt“, so Dittrich.
Standorttreue des Handwerks endlich anerkennen
Das Handwerk ist fest in den Regionen verwurzelt und sichert vor Ort Arbeitsplätze, Ausbildung und Versorgung. Diese Standorttreue wurde zuletzt auch von Bundeskanzler Merz hervorgehoben. Dittrich fordert nun, dass dieser Wert auch endlich in den politischen Entscheidungen abgebildet wird: „Wer das Handwerk stärkt, stärkt den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland. Die Politik muss diese Verantwortung ernst nehmen.“
Keine Gipfelpolitik, sondern ein Gesamtkonzept
Statt kurzfristiger Branchengipfel für ausgewählte Sektoren fordert der ZDH-Präsident ein umfassendes wirtschaftspolitisches Konzept. Dieses müsse den Standort Deutschland insgesamt wettbewerbsfähiger machen und den Unternehmen wieder Luft zum Atmen verschaffen. „Es geht nicht um punktuelle Maßnahmen, sondern um eine Wirtschaftspolitik, die alle Betriebe einbezieht – vom kleinen Handwerksunternehmen bis zum mittelständischen Industriebetrieb“, erklärt Dittrich.
Handwerk als Rückgrat von Ausbildung und Beschäftigung
Die Bedeutung des Handwerks für Gesellschaft und Wirtschaft ist enorm: Handwerksbetriebe bilden flächendeckend aus, sichern Arbeitsplätze und gewährleisten die regionale Versorgung. Doch gerade diese Betriebe leiden unter einer Vielzahl an Belastungen. „Das Handwerk ist systemrelevant für den Alltag der Menschen. Wenn wir es stärken, investieren wir direkt in die Stabilität und Zukunftsfähigkeit unseres Landes“, betont der ZDH-Präsident.
Bürokratie und Kosten als zentrale Hemmschuhe
Besonders problematisch seien die ausufernde Bürokratie, steigende Lohnzusatzkosten und die anhaltend hohen Energiekosten. Sie lähmen die Innovationskraft und belasten die Betriebe in einer Zeit, in der Flexibilität und Investitionen dringend gebraucht würden. „Die Politik muss endlich den Mut haben, diese strukturellen Bremsen zu lösen. Nur dann können Betriebe ihre volle Kraft entfalten und ihrer Rolle als Motor der Wirtschaft gerecht werden“, mahnt Dittrich.
Zeit für mutige Entscheidungen
Das Handwerk fordert von der Politik nicht nur kleine Korrekturen, sondern grundlegende Veränderungen. Es gehe um eine ganzheitliche Stärkung der wirtschaftlichen Basis – dort, wo sie tatsächlich verankert ist: in den Betrieben vor Ort. „Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik für alle. Nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können unsere Handwerksbetriebe das leisten, was sie seit jeher auszeichnet: Qualität, Verlässlichkeit und Zukunftsperspektiven für die Menschen in unserem Land“, so Dittrich abschließend.









