Ein Komplettsystem aus Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Batteriespeicher kostet 2026 brutto 40.000 bis 70.000 Euro. Nach BEG-Förderung für die WP und Mehrwertsteuerbefreiung für die PV bleibt ein Eigenanteil von 20.000 bis 40.000 Euro. Das ist eine große Investition, aber sie ersetzt drei laufende Kosten auf einmal: Gasrechnung, Netzstrom und Einspeise-Verlust.
Die einzelnen Posten
Luft-Wasser-Wärmepumpe (schlüsselfertig): 20.000 bis 35.000 Euro. Abzüglich BEG-Förderung (55 bis 70 Prozent): 6.000 bis 15.750 Euro Eigenanteil.
PV-Anlage 10 kWp (ohne Speicher): 10.000 bis 14.000 Euro. Keine Mehrwertsteuer (0-Prozent-Regelung bis 30 kWp). Keine weitere Bundesförderung, aber Einspeisevergütung (7 bis 8 Cent pro kWh).
Batteriespeicher 10 kWh: 5.000 bis 9.000 Euro. Ebenfalls keine Mehrwertsteuer, wenn er zusammen mit der PV installiert wird. Keine separate Förderung, aber manche Bundesländer und Kommunen bieten Speicher-Zuschüsse (300 bis 1.000 Euro).
Gesamt brutto: 35.000 bis 58.000 Euro.
Gesamt Eigenanteil nach Förderung: WP 6.000 bis 15.750 Euro plus PV 10.000 bis 14.000 Euro plus Speicher 5.000 bis 9.000 Euro gleich 21.000 bis 38.750 Euro.
Wer auf den Speicher verzichtet: 16.000 bis 29.750 Euro Eigenanteil.
Was das System jährlich spart
Bisherige Kosten mit Gasheizung und Netzstrom: Gas 1.580 Euro plus Schornsteinfeger 70 Euro plus Gasanschluss-Grundpreis 120 Euro plus Haushaltsstrom 1.200 Euro gleich 2.970 Euro pro Jahr.
Neue Kosten mit WP plus PV plus Speicher: WP-Strom (netto nach PV-Eigenverbrauch) 600 bis 900 Euro plus Haushaltsstrom (netto nach PV) 300 bis 600 Euro plus Wartung WP 200 Euro plus Einspeisevergütung minus 300 bis 500 Euro gleich 800 bis 1.200 Euro pro Jahr.
Jährliche Ersparnis: 1.770 bis 2.170 Euro.
Amortisation des Gesamtsystems
System mit Speicher (Eigenanteil 30.000 Euro, Ersparnis 2.000 Euro pro Jahr): Amortisation in 15 Jahren. Danach 10 bis 15 Jahre reiner Gewinn, weil WP und PV weiterlaufen.
System ohne Speicher (Eigenanteil 22.000 Euro, Ersparnis 1.700 Euro pro Jahr): Amortisation in 13 Jahren.
Bei steigenden Gas- und Strompreisen (wahrscheinlich durch ETS2 ab 2027): Die Ersparnis wächst jedes Jahr, die Amortisation verkürzt sich auf 10 bis 12 Jahre.
Die Reihenfolge der Investition
Nicht alle drei Komponenten müssen gleichzeitig installiert werden. Die sinnvolle Reihenfolge:
Zuerst die Wärmepumpe. Sie hat den größten Einfluss auf die laufenden Kosten (Gasrechnung fällt weg, Schornsteinfeger fällt weg) und die höchste Förderung. Außerdem bestimmt sie den Strombedarf, nach dem die PV-Anlage dimensioniert wird.
Dann die PV-Anlage. Sobald klar ist, wie viel Strom die WP verbraucht (nach dem ersten Winter), kann die PV passend dimensioniert werden. Die PV amortisiert sich in 8 bis 12 Jahren und bringt ab dem ersten Tag Einsparung.
Zuletzt der Speicher. Wenn die PV steht und man sieht, wie viel Überschuss tagsüber ins Netz fließt, kann man den Speicher nachrüsten. Der Speicher hat die längste Amortisation und kann warten, bis die Preise weiter fallen.
Alles auf einmal zu installieren ist auch möglich und spart Installationskosten (der Elektriker kommt nur einmal). Aber die gestaffelte Installation gibt mehr Flexibilität und verteilt die Investition.
Finanzierung
Die WP wird über die BEG und optional den KfW-Ergänzungskredit finanziert. Die PV-Anlage hat keine Bundesförderung, kann aber über einen normalen Bankkredit oder einen Solarkredit finanziert werden (Zinsen 2026: 3 bis 5 Prozent).
Manche Energieversorger und Stadtwerke bieten Kombi-Pakete an (WP plus PV plus Speicher aus einer Hand, mit Ratenzahlung). Die Konditionen sind meistens schlechter als bei Eigenbeschaffung mit BEG-Förderung und KfW-Kredit, aber einfacher.
Die Zahlen zusammen
Gesamtinvestition mit Speicher: 35.000 bis 58.000 Euro brutto, 21.000 bis 39.000 Euro Eigenanteil. Jährliche Ersparnis: 1.770 bis 2.170 Euro. Amortisation: 10 bis 15 Jahre. Danach: 1.770 bis 2.170 Euro weniger Kosten pro Jahr, für weitere 10 bis 15 Jahre. Gesamtersparnis über 25 Jahre: 25.000 bis 45.000 Euro.







