Fokus auf Lithium, Kupfer und Kooperation – Deutschland und Chile vertiefen strategische Rohstoffallianz
Wie können Deutschland und Chile ihre Partnerschaft im Bereich der Rohstoffe vertiefen und gemeinsam die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft gestalten? Diese Frage steht im Zentrum des Deutsch-Chilenischen Forums für Bergbau und mineralische Rohstoffe, das am 10. Oktober in Berlin stattfindet. Gastgeberin ist die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK), die gemeinsam mit der Deutsch-Chilenischen Industrie- und Handelskammer (AHK Chile) zur Konferenz einlädt. Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Vertreter aus Wissenschaft und Forschung erhalten die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen im Rohstoffsektor auszutauschen und neue Kooperationsprojekte anzustoßen. Ziel ist es, Partnerschaften zu stärken, Ressourcen zu sichern und die Resilienz globaler Lieferketten zu erhöhen.
Chile – Partnerland für Zukunftsrohstoffe und nachhaltigen Bergbau
Chile zählt zu den weltweit bedeutendsten Produzenten von Kupfer und Lithium – zwei Rohstoffe, die für die Energiewende und Elektromobilität von zentraler Bedeutung sind. Für Deutschland, das auf stabile und verantwortungsvolle Lieferketten angewiesen ist, ist die Kooperation mit dem südamerikanischen Land daher strategisch entscheidend.
„Chile ist nicht nur Rohstofflieferant, sondern ein gleichberechtigter Partner für technologische Innovation und Nachhaltigkeit im Bergbau“, heißt es seitens der DIHK. Die Konferenz bietet eine Plattform, um neue Wege einer fairen, transparenten und ökologisch verantwortlichen Rohstoffgewinnung zu diskutieren.
Hochkarätige Stimmen und Zukunftsdebatten in Berlin
Das Programm des Forums verspricht spannende Einblicke und Impulse. Nach den Grußworten der chilenischen Bergbauministerin Aurora Williams Baussa und von Beate Baron, Abteilungsleiterin Industriepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wird Juan Ignacio Díaz, Präsident und CEO der International Copper Association (ICA), die Keynote halten.
Unter der Leitfrage „From Risk to Resilience“ diskutieren Expertinnen und Experten anschließend, wie eine engere Zusammenarbeit mit Chile zur Stabilisierung der deutschen Rohstoffversorgung beitragen kann. Dabei geht es nicht nur um Rohstoffsicherheit, sondern auch um Umweltstandards, Transparenz und Innovation.
Technologie trifft Tradition – Ingenieurskunst im Dialog mit Bergbaukompetenz
Ein weiteres Highlight des Forums ist das Panel zur gemeinsamen Zukunft von deutschem Ingenieurswesen und chilenischem Bergbau. Hier wird ausgelotet, wie Technologie, Digitalisierung und Automatisierung zu einer effizienteren und nachhaltigeren Rohstoffgewinnung beitragen können. Deutsche Unternehmen bringen dabei Know-how in Bereichen wie Umwelttechnik, Wasseraufbereitung und Prozessoptimierung ein, während Chile mit seiner jahrzehntelangen Bergbauerfahrung praxisnahe Einblicke bietet.
„Wenn wir die Energiewende erfolgreich gestalten wollen, brauchen wir Partnerschaften, die auf Innovation und Verantwortung basieren“, so die Veranstalter. Das Forum versteht sich als Katalysator solcher Kooperationen.
Blick auf Lithium: Zukunftsrohstoff im Rampenlicht
Bereits am Vortag, dem 9. Oktober, findet in denselben Räumen der DIHK der German-Chilean Lithium Day statt. Diese Fachveranstaltung widmet sich der chilenischen Nationalen Lithiumstrategie und den sich daraus ergebenden Chancen für Wirtschaft, Forschung und Investitionen. Vertreter beider Länder diskutieren über Projekte zur nachhaltigen Gewinnung, Verarbeitung und Weiterverwendung von Lithium – einem Schlüsselfaktor für Batterien, E-Mobilität und Energiespeichertechnologien.
Der Lithium Day bietet zudem Raum für den Aufbau gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsinitiativen, etwa im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft.
Dialog, Innovation, Verantwortung – Wege zu einer resilienten Rohstoffpartnerschaft
Das Deutsch-Chilenische Rohstoff-Forum steht beispielhaft für den Dialog zwischen Industrieländern und Rohstoffnationen im 21. Jahrhundert. Es soll zeigen, dass Rohstoffsicherheit und Nachhaltigkeit keine Gegensätze sind, sondern Hand in Hand gehen können.
„Nur durch internationale Zusammenarbeit lassen sich stabile, verantwortungsvolle und klimafreundliche Lieferketten schaffen“, betont die DIHK. „Mit Chile verbindet uns nicht nur Handel, sondern eine gemeinsame Vision einer nachhaltigen Industriegesellschaft.“
Das detaillierte Programm und die Anmeldung zur kostenfreien, englischsprachigen Konferenz finden Interessierte auf der Website der AHK Chile.












